Umkehrosmose Funktionsweise

Wie funktioniert eigentlich so eine Umkehrosmoseanlage?

Bei der Umkehrosmose wird zunächst normales Leitungswasser durch Vorfilter geschickt, die grobe Partikel und störende Stoffe wie etwa Sedimente oder Chlor zurückhalten. Anschließend wird dieses vorgereinigte Wasser mit Druck gegen das Herzstück der Anlage gepresst: eine spezielle, sehr feinporige Trennschicht (semipermeable Membran).

Diese Membran wirkt wie ein extrem feines Sieb auf Molekülebene: Sie lässt fast nur Wassermoleküle hindurch, während die meisten gelösten Stoffe – etwa ein Großteil der Salze, viele unerwünschte Begleitstoffe und ein großer Teil der Keime – auf der Eingangsseite zurückbleiben. Dadurch teilt sich der Wasserstrom in zwei Wege: Auf der einen Seite sammelt sich das besonders gut gereinigte Wasser, das später als Trinkwasser genutzt wird, auf der anderen Seite fließt ein „Restwasser“ ab, das die zurückgehaltenen Stoffe in konzentrierter Form mitnimmt.

Das physikalische Grundprinzip dahinter ist, dass ein natürlicher Ausgleichsprozess zwischen „reinerem“ und „stärker gelöstem“ Wasser gezielt umgedreht wird. Durch den anliegenden Druck wandert das Wasser in die Richtung, in der es reiner ist, während die unerwünschten Stoffe zurückbleiben – so entsteht mit einem rein physikalischen Verfahren, ganz ohne zusätzliche Chemikalien, besonders sauberes Trinkwasser.

Gegenüber herkömmlicher passiver Filter wie z.B. Aktivkohle braucht eine Umkehrosmoseanlage Strom für die Pumpe. In der Regel reichen hier 3-5 bar Pumpendruck aus, um das Wasser durch die Membran zu pressen.

(Mit 60-70 bar könnte man sogar aus Meerwasser Süßwasser machen!).

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